null

Die Geschichte des Bankhauses

Jahr Ereignis
1828

Die Geschichte von Bankhaus Carl F. Plump & CO beginnt als Linnenhandlung Rösing & Plump in der Bremer Martinistraße 27 – unter Leitung des Leinenhändlers und Politikers Johannes Rösing und seines Schwagers Carl Ferdinand Plump.

Spätestens mit Einsetzen der Leinenhandelskrise um 1830 nutzen sie ihre Erfahrungen im Maklergeschäft und die Chancen im Wechselgeschäft, um sich als Merchant-Banker zu etablieren. Unter einem Dach vereinen sie nun das Warengeschäft und das Wechseldiskontgeschäft.

Zugute kommen Rösing & Plump exzellente Verbindungen z.B. zu den englischen Privatbanken Frederick Huth & Comp. und Frühling & Göschen in London sowie zu Rothschild in Paris und Frankfurt. Schon in jenen Jahren entstehen die guten Beziehungen zu internationalen Partnern, deren kontinuierliche Pflege bis heute ein wichtiges Fundament des Bankhauses darstellt.

1845

Ein Jahr nach Ausscheiden des Firmengründers Johannes Rösing hat sich der geschäftliche Schwerpunkt gänzlich auf das ›Wechselgeschäft‹ verlagert. Bis 1855 ist das Unternehmen häufigster Partner des Bremer Senats, wenn es um die Beschaffung von Kapital zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben geht.

Gleichzeitig richtet sich das Augenmerk jetzt mehr auf Beteiligungen an Großunternehmen, die eine Gründungsphase erleben. So zählt Carl F. Plump & CO 1857 zum Beispiel zu den ersten Aktionären des gerade gegründeten Norddeutschen Lloyd. Das besondere Engagement im Baumwollgeschäft führt darüber hinaus 1872 zur Mitbegründung der Bremer Baumwollbörse.

1876

Die Deutsche Reichsbank wird gegründet und ein einheitliches Notenbanksystem etabliert, was Industrie-Finanzierungen durch Banken erheblich erleichtert. Vor diesem Hintergrund entwickelt auch das Bankhaus Carl F. Plump & CO seine Geschäftspolitik.

Dazu gehören der Import von z.B. Korkholz, Margarine und Fetten sowie die Beteiligung an Unternehmen, die diese Rohstoffe verarbeiten: so an den Deutschen Linoleumwerken in Delmenhorst oder der Bremen-Besigheimer Oelfabrik.

1905

Aus einer kleinen Leinenhandlung ist längst eine leistungsfähige Privatbank geworden, die eine wichtige Rolle im Finanzleben Bremens spielt – nunmehr unter der Bezeichnung ›Kaufleute, Bankgeschäft‹. Um die Kapitalbasis des Bankhauses zu erweitern, werden 1905 erstmals familienfremde Kommanditisten aufgenommen.

Mit dem 31. Dezember 1908 endet das erste große Kapitel der Firmengeschichte: Carl Ferdinand Plump, Enkel des Gründers und letzter Namensträger in der Firmenleitung, scheidet aus dem Unternehmen aus.

1914

Der äußerst positiven Entwicklung des Bankhauses setzt der Erste Weltkrieg ein vorläufiges Ende. Erst um 1925 gelingt es, die durch Inflation aufgezehrte Eigenkapitalbasis zu verbreitern und damit wieder bessere Sicherheiten für Kreditgeber und Anleger bieten zu können. Traditionelle Importfinanzierungen und expandierende Börsengeschäfte bilden nun die Schwerpunkte.

1933

Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme endet nicht nur die Selbstständigkeit Bremens, sondern auch seine Bedeutung als Finanzplatz. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges kommt das Bankgeschäft ganz zum Erliegen; das Kapital der Gesellschafter schrumpft ein zweites Mal fast vollständig.

1945

Da das Bankhaus Carl F. Plump & CO traditionell im Baumwollimport tätig war und Baumwolle nach dem Krieg zu den dringend benötigten Rohstoffen zählt, betätigt es sich zunächst vor allem wieder als Merchant-Bank.

Gefördert durch den Marshall-Plan werden außerdem Wolle, Holz und Wein importiert.

Da dank der Amerikaner die bremischen Häfen sehr bald wieder funktionstüchtig sind, bildet der Auslandshandel den unternehmerischen Schwerpunkt. Aber schon unmittelbar nach der Währungsreform werden die Tätigkeiten ausgeweitet: die Kreditvergabe an kleine und mittelständische Firmen und auch das Privatkundengeschäft gewinnen zunehmend Gewicht.

1953

Erstmals werden Kommanditisten aufgenommen, die nicht aus Bremen stammen: die Bankhäuser Delbrück, Münchmeyer und Sal. Oppenheim. Als renommierte Privatbanken bringen sie sowohl eine erhebliche Verbreiterung der Kapitalbasis als auch eine nennenswerte Ausweitung des in- und ausländischen Korrespondentennetzes ein. Zu Stande gekommen waren die Beteiligungen ganz im Stil des Bankhauses Carl F. Plump & CO: Langjährige persönliche und geschäftliche Beziehungen hatten die Vertrauensbasis für diesen Schritt geschaffen.

1962

Die außerordentlich positive Geschäftsentwicklung macht einen weiteren und den bis heute letzten Umzug erforderlich – in einen Neubau in prominenter Lage am Markt 19 in Bremen.

Ein neues Kreditwesengesetz erzwingt die Trennung von Warengeschäft und Bankgeschäft. Das Bankhaus Carl F. Plump & CO ist gut darauf vorbereitet und widmet sich nun voll und ganz der Entwicklung zur Universalbank. Mit dieser Politik etabliert man sich im Laufe der 60er Jahre als eine der ersten und besten Adressen für den Bremer Mittelstand.

1974

Die weit reichenden Folgen der Ölkrise, unter der besonders die Bremer Reedereien und Werften zu leiden haben, bringen auch für das Bankhaus Carl F. Plump & CO Veränderungen mit sich: Die drei Privatbanken Delbrück, Münchmeyer und Sal. Oppenheim scheiden als Kommanditisten aus; ihre Anteile übernimmt die Sparkasse Bremen – jenes Institut, an dessen Gründung 1825 Johannes Rösing beteiligt gewesen war.

1980

Die tief greifende Strukturkrise Bremens, die steigenden Risiken im Devisengeschäft und zusätzliche Turbulenzen bei den Rohstoffpreisen drängen das Bankhaus zu neuen Betätigungsfeldern. Man findet sie in den Reihen der Dienstleistungsunternehmen der Häfen, die mit der Ausweitung des Containerverkehrs kräftig expandieren.

Neue Kunden können auch unter den Großhandels- und Rohstoffhandelsbetrieben gewonnen werden. Auf dieser Basis wird nun das mittelständische Firmenkundengeschäft ausgebaut und diversifiziert.

Parallel dazu kann das Bankhaus Carl F. Plump & CO eines seiner traditionellen Geschäftsgebiete maßgeblich erweitern: die Vermögensberatung. Im Zuge des einsetzenden Generationswechsels vieler vermögender Kunden steigt der Bedarf an kompetenter Beratung. Werte wie persönliches Vertrauens, Diskretion und individuelle Betreuung, die nur eine kleine feine Privatbank bieten kann, zahlen sich aus.

1990

Der Ruf von Carl F. Plump & CO als exklusive leistungsstarke Privatbank wird konsequent ausgebaut. Vermögensberatung und -verwaltung werden als profilierter Kompetenzbereich eingerichtet und führen zur Gründung einer eigenen Grundstücksvermittlungsfirma, einer Versicherungsagentur und zur Auflage eines eigenen Wertpapierfonds – des überaus erfolgreichen >Bremen Trust<.

Gleichzeitig wird der Bereich Investmentbanking nach modernsten Standards aufgebaut. Ebenso wird das Thema Firmennachfolge forciert. In allen Fragen des Erbens und Vererbens bietet das Bankhaus nun verstärkt individuelle Beratung an. In diesem Zusammenhang kommt ein Bereich neu zur Geltung, dem man sich schon jahrzehntelang im Stillen gewidmet hatte: die Etablierung und Verwaltung privater Stiftungen.

1999

Das renommierte Privatbankhaus M.M. Warburg & CO, Hamburg, übernimmt 51% der Anteile der Sparkasse Bremens. Die Zusammenarbeit hatte sich schon lange zuvor bewährt: Der gemeinsam aufgelegte Mischfonds Bremen-Trust-MMWI ist mehrfach als einer der erfolgreichsten Fonds ausgezeichnet worden.

Die Kunden des Bankhauses Carl F. Plump & CO können nun auch von den attraktiven Anlageprodukten der Warburg-Gruppe profitieren. Unter dem Titel ›Qualitätsoffensive 2000+‹ legt man gemeinsam die Strategie für die nächsten Jahre fest.

2008 Die Erfolge führen im April 2008 zu einer Premiere: In seiner 180-jährigen Firmengeschichte eröffnet das Bankhaus in Oldenburg seine erste und einzige Repräsentanz. Für Menschen, die etwas bewegen - nicht nur in Bremen, sondern im gesamten Nordwesten.
2011

Zum 1. Januar 2011 übernimmt M.M. Warburg & CO die restlichen 49% der Anteile und ist damit Alleingesellschafterin des Bankhauses.

Am 28. Dezember 2011 schließlich wird die Rechtsform des Bankhauses in eine Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von € 11 Mio. umgewandelt.

Suche:

Kontaktieren Sie uns:

Bankhaus Carl F. Plump & CO AG 
Am Markt 19
28195 Bremen 
Tel. +49 421 3685-0
Fax  +49 421 3685-313
info@bankhaus-plump.de
Kontaktformular

Registrierung Secure Code 

(externer Link)